Besuch der Synagoge und des Münsters in Freiburg

In der SynagogeWie jedes Jahr machten sich alle Sechsklässler auf den Weg nach Freiburg, um dort sowohl die Synagoge als auch das Münster zu besichtigen. Während die eine Hälfte in der Synagoge ging, traf sich die andere Hälfte am E-Punkt Münsterforum, wo sie, in zwei Gruppen aufgeteilt, an einer Führung durch das Münster teilnahmen. Während dieser Führung erfuhren die Schülerinnen und Schüler nicht nur Interessantes über die baulichen Besonderheiten des Münsters wie seinem Kirchturm, die prachtvollen Fenster oder die Grabplatten, sondern konnten im Altarraum auch das Fastentuch bewundern, das seit über 400 Jahren dort aufgehängt wird, um während der Fastenzeit den Altar zu verdecken. Das Tuch ist gut zehn auf zwölf Meter groß und soll mehr als eine Tonne wiegen.
Nach einer kurzen Pause ging es dann auch für diese Gruppe in die Synagoge, wo sie von Frau Nikischin herzlich begrüßt wurde. Im Eingangsbereich, wo der Opfer des Nationalsozialismus gedacht wird, schilderte sie das Leid der jüdischen Familien in Freiburg während der nationalsozialistischen Herrschaft und den Neubeginn jüdischen Gemeindelebens nach 1945 hier in Freiburg. Vor dem Gebetsraum wurde den Schülerinnen und Schülern die wenigen Zeugnisse aus der alten Synagoge gezeigt, die den Naziterror überdauert haben. Im Gebetsraum beantwortete Frau Nikischin all die Fragen, die die Schülerinnen und Schüler zur religiösen Praxis des Judentums hatten, sei es zu den Regeln des Sabbats, zum Ablauf des Gottesdienstes oder auch zu den Eigenarten des Gebetsraums. Zum Abschluss durften sie einen Blick in den Thoraschrein werfen und eine Thorarolle, die nicht mehr in Gebrauch ist, wurde vor ihnen ausgerollt und ihnen wurde erklärt, warum es so schwierig ist, aus ihr zu lesen. Dankbar verließen die Schülerinnen und Schüler die Synagoge, vereinten sich mit denen, die aus der Münsterführung kamen und gemeinsam fuhren sie zurück zum Gymnasium.

Im Münster






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